Kapitel 1
Die Villeret Kollektion wurde aktualisiert und erneuert.
Wann startete die Villeret-Kollektion von Blancpain? Die Frage scheint einfach, die Antwort jedoch weniger. Der Name „Villeret“ wurde 2003 der klassischsten Linie von Blancpain hinzugefügt, gleichzeitig wie die Namen „Leman“ und „Le Brassus“ für andere Kollektionen jener Zeit eingeführt wurden. Allerdings waren die Designelemente, die Philosophie und in der Tat die DNA dessen, was den Namen „Villeret“ erhielt, lange vor der Benennung der Kollektionen vorhanden. Das, was wir heute als Blancpains Villeret mit ihrer doppelt abgestuften Lünette und dem raffinierten, zurückhaltenden Stil erkennen, geht zurück auf das Jahr 1983 mit der Einführung des ikonischen Modells mit vollständigem Kalender und Mondphase. Diese Konfiguration hat sich darüber hinaus als eines der Herzstücke von Blancpain etabliert.
Das Modell war nicht weniger als bahnbrechend, da sein Debüt den Weg für das Überleben und sogar die Prosperität des Schweizer Uhrenhandwerks inmitten der Quarzkrise aufzeigte, die die Branche damals dezimierte. Eine Flut preisgünstiger, im Ausland gefertigter Quarzuhren machte mechanische Zeit messer obsolet, die preislich nicht konkurrieren konnten. Doch als Blancpain sein Mondphasenmodell präsentierte, zeigte dies, dass industriell gefertigte Quarzuhren und aufwendig von Hand fertiggestellte komplizierte Zeitmesser nichts gemein haben.
Die Blancpain-Mondphasenuhr, die später den Namen Villeret tragen sollte, verkörperte die menschlichen Aspekte von Kunst, Romantik, feiner Handwerkskunst und zwei Jahrhunderten Schweizer Uhrmachertradition – etwas, das in massengefertigten Quarzprodukten überhaupt nicht zu finden war. Kenner erkannten schließlich, dass das eine keinesfalls ein Ersatz für das andere sein konnte. Blancpains kühne Demonstration der Werte feiner mechanischer Uhrmacherkunst wurde somit zum Katalysator für die Wiedergeburt des traditionellen Uhrmacherhandwerks, das bis heute floriert.
Die Kernelemente des Stils dieser ursprünglichen Mondphasenuhr, der für das Überleben und die Wiedergeburt der Schweizer Uhrmacherkunst so entscheidend war, haben bei Blancpain über ein halbes Jahrhundert hinweg Bestand. Eine leichte Auffrischung, durchgeführt mit einem behutsamen Ansatz, der die DNA der Villeret vollständig bewahrte, fand 2010 statt. Dasselbe Feingefühl hat die heutige Aktualisierung geleitet.
Die Elemente der neuen Modelle, die unverändert von ihren Vorgängern übernommen wurden, unterstrei chen den Respekt und die Hingabe für den zeitlosen und klassischen Geist der Villeret. Betrachten Sie die Referenz 6654N. Eine doppelt abgestufte Lünette, eine markante Mondphasenanzeige, Fenster für den Wochentag und die Monatsanzeige sowie das Datum, dargestellt durch einen eigenen Zeiger, sind alle der Villeret Tradition treu geblieben
Was ist dann neu? Beginnen wir mit der charakteristischen Komplikation: den Mondphasen. Zur Verbesserung der Präsentation des Mondes wird dieser nun in einer größeren Öffnung dargestellt. Die Mondphasenscheibe besteht aus Keramik, der Mond selbst, jetzt eine goldene Applikation, wurde in eine dreidimensionale bombierte Form gebracht, deren Oberfläche satiniert ist, mit polierten Gesichtszügen.
Oben und gegenüber: Designstudien, die das tiefgründige Nachdenken über jedes einzelne Detail widerspiegeln.
Feinere Änderungen wurden an den Zeigern und Indizes vorgenommen. Die früher leicht durchbrochenen, goldenen Zeiger sind nun massiv mit einem feinen Einsatz von Leuchtmasse gestaltet. Die römischen Indizes, deren Oberflächen satiniert und deren Flanken poliert sind, haben eine klarere, zeitgemäßere Form erhalten. Die Ziffer „12“ wurde durch das Symbol „JB“ ersetzt. Eine weitere Verfeinerung zeigt sich auf der Oberfläche des Zifferblatts selbst. Das klassische Opalin-Finish wurde in einen leicht wärmeren Farbton umgewandelt und findet sich nun sowohl in den Goldals auch in den Stahlmodellen.
Veränderungen finden sich auch auf der Seite des Uhrwerks. Der Rotor des Automatikaufzugs wurde durchbrochen gestaltet, um den Blick auf das darunterliegende Uhrwerk zu erleichtern. Seine Kanten weisen eine fein veredelte Anglage auf. Bei der Rotgold-Version ist der Rotor aus demselben Material gefertigt. Das Stahlmodell hingegen verfügt über einen Rotor aus Gelbgold.
Schließlich werden feinfühlige Blancpain-Kenner subtile Veränderungen am Gehäuse bemerken. Die charakteristische abgestufte Lünette wurde dezent verfeinert. Die Krone hat nun einen größeren Durchmesser. Das Profil des Gehäuses des Modells mit vollständigem Kalender und Mondphasenanzeige wurde gestrafft, und die Bandanstöße wurden neu konturiert. Natürlich bleiben die patentierten Korrektoren unter den Bandanstößen von Blancpain, die eine Einstellung des Kalenders mit den Fingerspitzen ermöglichen, bestehen.
Zwei weitere Villeret-Modelle sind in der neuen Überarbeitung enthalten: die Drei-Zeiger-Referenz 6651N und die Mondphasen-Referenz 6126N mit kleinerem Gehäusedurchmesser.
Auch bei den Armbändern wurde nichts vergessen in dieser Aktualisierung. Die Armbänder verfügen nun über ein einfaches Wechselsystem sowohl für die Befestigung am Gehäuse als auch an der Schließe. Der Wechsel erfolgt mit einem kleinen im Band integrierten Stift, der die Federstege für beide freigibt. Neu ist ein Milanaise-gewebtes Armband, das sowohl in Stahl als auch in Rotgold angeboten wird. Komfort ist das Schlüsselwort für die Armbänder, die alle den Maßstab für Flexibilität, Bequemlichkeit und Anpassung an das Handgelenk erhöhen.